Premiere für "NICHTS – was im Leben wichtig ist"

Foto: Theater Bautzen Das Theaterstück in der Bühnenfassung von Andreas Erdmann (Übersetzung von Sigrid C. Engeler) basiert auf dem Erfolgsroman der Dänin Janne Teller. Der Roman erzählt von...

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Foto: Theater Bautzen
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Das Theaterstück in der Bühnenfassung von Andreas Erdmann (Übersetzung von Sigrid C. Engeler) basiert auf dem Erfolgsroman der Dänin Janne Teller. Der Roman erzählt von einer dänischen Schulklasse auf der Schwelle zum
Erwachsenwerden, die, provoziert durch einen Mitschüler und dessen existenzialistische Parolen, herausfinden will, was dem Leben Bedeutung verleiht.

Der Jugendroman sorgte nach seinem Erscheinen im Jahr 2000 um heftige Kontroverse. Er löste in Dänemark einen Skandal aus und war zeitweise an dänischen Schulen verboten. Der Vorwurf: Das Buch sei zu brutal, grausam und abschreckend. Reihum bestimmen darin Kinder von 13 Jahren auf der Suche nach den Sinn des Lebens, welche Opfer der nächste Klassenkamerad bringen soll. Die Vorgaben werden zusehend brutaler. Sofie muss ihre Unschuld hergeben, der Gitarrist
Johan seinen Zeigefinger opfern. Es ist die Geschichte einer dramatischen Eskalation, die am Ende vor allem Fragen aufwirft. Worauf kommt es an im Leben? Wo liegen die Grenzen der Toleranz? Was taugt als moralische Richtschnur für unser Zusammenleben?

Jonnes Bundemann, ein Jugendlicher aus dem Theaterclub sagt über das Stück: „Man kann sehen, wie schnell es passieren kann, dass eine Situation, die am Anfang harmlos und gut gemeint ist, eskaliert und unkontrollierbar wird.
Jeder sollte „Nichts“ sehen, weil es ein Stück von Jugendlichen ist, die sich mit existenziellen Fragen beschäftigen.“

Gegenwärtig besteht der Theaterclub für junge Leute aus 20 Jugendlichen im Alter von 14 bis 21 Jahren. Einige Jugendliche standen bereits in den letzten Spielzeiten auf der Bühne, andere wiederum schnuppern zum ersten Mal Theaterluft.

Foto+ Text: Theater Bautzen

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