Sächsischen Müllanlagen entsorgen überwiegend heimischen Abfälle

Für die Entsorgung von Abfällen standen 2010 in Sachsen 346 Entsorgungsanlagen zur Verfügung. Insgesamt wurden in diesen Anlagen 5,9 Millionen Tonnen Abfälle behandelt und entsorgt, was gegenüber dem Vorjahr...

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Für die Entsorgung von Abfällen standen 2010 in Sachsen 346 Entsorgungsanlagen zur Verfügung. Insgesamt wurden in diesen Anlagen 5,9 Millionen Tonnen Abfälle behandelt und entsorgt, was gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang bedeutet (2009: 6,3 Millionen Tonnen). Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, stammten rund 60 Prozent (3,8 Millionen Tonnen) der zur Entsorgung anstehenden Abfallmenge aus Sachsen. Die restlichen Abfälle wurden aus anderen Bundesländern (1,7 Millionen Tonnen) und dem Ausland (0,5 Millionen Tonnen) angeliefert. Knapp ein Viertel (rund 1,4 Millionen Tonnen) der in Anlagen zu entsorgenden Abfälle unterlagen aufgrund ihrer gefährlichen Eigenschaften einer besonderen Überwachung. Alle übrigen Abfälle waren nicht gefährlich. Im Ergebnis des Entsorgungsprozesses entstanden mehr als 3,9 Millionen Tonnen Abfälle, Sekundärrohstoffe und Produkte. Der Anteil von Sekundärrohstoffen und Produkten, die an Verwerterbetriebe oder den Altstoffhandel abgegeben werden konnten, betrug 43 Prozent (rund 1,7 Millionen Tonnen). Die Restmenge wurde größtenteils (2,1 Millionen Tonnen) einer weiteren Verwertung zugeführt. Lediglich 0,1 Millionen Tonnen wurden dauerhaft beseitigt (d.h. deponiert oder verbrannt). Besonders die Menge gefährlicher Abfälle konnte durch die Behandlung und Entsorgung deutlich vermindert werden. So entstand aus einer Inputmenge von rund 1,4 Millionen Tonnen ein Output von rund 0,3 Millionen Tonnen, was eine Mengenreduzierung um 80 Prozent bedeutet.

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