Hentschke Bau lädt zum Dialogforum

Die Hentschke Bau GmbH und dessen Geschäftsführer Jörg Drews sind immer wieder Teil kontroverser öffentlicher Debatten. Sogar prominente Politiker mischen sich ein. Die Medien berichten fleißig, „zumeist jedoch...

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Die Hentschke Bau GmbH und dessen Geschäftsführer Jörg Drews sind immer wieder Teil kontroverser öffentlicher Debatten. Sogar prominente Politiker mischen sich ein. Die Medien berichten fleißig, „zumeist jedoch einseitig und ohne objektives Wissen“. Der Betriebsrat des Bautzener Unternehmens reagiert nun auf die wiederholt medial einseitige Berichterstattung und möchte das Gespräch mit Vertretern aus Politik und Medien suchen. Mirko Wappler, Vorsitzender des Betriebsrates, kritisiert vor allem die jüngsten Reaktionen aus dem politischen Berlin in Richtung des Unternehmens. Gewünscht seien Dialoge auf Augenhöhe, die zu einem realistischen Bild über die Hentschke Bau GmbH führen und die auch das unternehmerische, technologische und soziale Engagement würdigen.

„Mir scheint, dass sich manche Akteure ihre Meinung über Jörg Drews und die Hentschke Bau GmbH nur auf Basis von Hörensagen bilden, sich jedoch nicht vor Ort über die tatsächlichen Umstände und Fakten informieren. Daher möchten wir proaktiv zu Gesprächen einladen“ so der Betriebsratsvorsitzende. Es sei ihm und dem gesamten Betriebsrat ein Anliegen, objektiv aufzuklären, zu informieren und in der Region aufzuzeigen, welche Errungenschaften auf das erfolgreiche Bautzener Traditionsunternehmen zurückzuführen sind, führt Wappler aus. Dafür möchte der Betriebsrat ein regelmäßiges Dialogforum schaffen, in dem mit- statt übereinander gesprochen werde, gerne auch auf einer der zahlreichen Baustellen oder in einem moderierten Format. „Es muss eine neue persönliche Diskussionskultur einkehren, auch jenseits der Agitation in den sozialen Netzwerken – vor allem im Interesse der Beschäftigten.“

Wappler verweist auf die rund 700 Mitarbeiter der Hentschke Bau, die besonders unter dem medialen Druck leiden. „Brandanschläge, Drohungen und Sachbeschädigungen machen etwas mit den Kolleginnen und Kollegen. Es gibt Vorverurteilungen. Häufig werden die Kolleginnen und Kollegen mit negativen Aussagen konfrontiert. Es beschäftigt die Menschen, es beschäftigt uns alle“, sagt Wappler besorgt. In den Medien werde man in die rechte Ecke gestellt, dabei sei man weltoffen, pluralistisch und kollegial. Hentschke Bau sei bundesweit mit etlichen Baustellen vertreten. 700 Menschen bedeuten auch 700 Meinungen, Weltanschauungen und Werteverständnisse. Alle über einen Kamm zu scheren, sei ungerecht und nicht hinnehmbar, stellt Wappler fest. Gerne möchte der Betriebsrat politischen und medialen Akteuren die Region und das Unternehmen näherbringen, mit ihnen ins Gespräch kommen und Meinungsaustausch betreiben.

Die Bautzener Hentschke Bau GmbH war in der Vergangenheit wiederholt Anschlagsziel mutmaßlich linksautonomer Terroristen. Zahlreiche Baugeräte und Fahrzeuge brannten nieder, Sachbeschädigungen und persönliche Anfeindungen seien fast tägliche Begleiter. Jörg Drews, Geschäftsführer des ostsächsischen Bauunternehmens, sah sich in der Vergangenheit sehr oft medialer Kritik ausgesetzt, die kurz vor Weihnachten sogar in eine Morddrohung gipfelte. Politische Akteure griffen in die Debatte ein und äußerten sich scheinbar nur auf Basis ideologisch einseitiger und eindimensionaler Informationen. Dem sollen nun persönliche Gespräche zur Aufklärung folgen.

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