Jeder Zehnte hat das Gastgewerbe verlassen

Supermarktkasse statt Biertheke: Im Zuge der Corona-Pandemie haben Hotels und Gaststätten im Landkreis Bautzen einen erheblichen Teil ihres Personals verloren. Innerhalb des vergangenen Jahres hat jeder zehnte Beschäftigte...

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Supermarktkasse statt Biertheke: Im Zuge der Corona-Pandemie haben Hotels und Gaststätten im Landkreis Bautzen einen erheblichen Teil ihres Personals verloren. Innerhalb des vergangenen Jahres hat jeder zehnte Beschäftigte im Landkreis den Job als Koch, Hotelangestellte oder Servicekraft aufgegeben. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter Verweis auf neueste Zahlen der Arbeitsagentur mit. „Viele Menschen freuen sich, nach langen Entbehrungen endlich wieder essen zu gehen oder zu reisen. Aber ausgerechnet in der Sommersaison fehlt einem Großteil der Betriebe das Personal, um die Gäste bewirten zu können“, sagt Thomas Lißner von der NGG-Region Dresden-Chemnitz. Verantwortlich für das Problem seien insbesondere die Einkommenseinbußen durch die Kurzarbeit, die Hotel- und Gastro-Beschäftigte dazu gezwungen hätten, sich beruflich umzuorientieren.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit beschäftigte das Hotel- und Gaststättengewerbe im Landkreis Bautzen zum Jahreswechsel 4.678 Menschen. Genau ein Jahr zuvor – vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie – waren es noch 5.204. Damit haben innerhalb von zwölf Monaten zehn Prozent der Beschäftigten die Branche verlassen.

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