Stadträte bekennen sich zur Spreequerung

Auf Anregung des Ältestenrates haben die Stadträte in ihrer Sitzung am 27. März 2019 zu einem wichtigen Projekt Stellung bezogen: eine Fußgängerbrücke zwischen Protschenberg und Ortenburg. Die Verwaltung...

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Auf Anregung des Ältestenrates haben die Stadträte in ihrer Sitzung am 27. März 2019 zu einem wichtigen Projekt Stellung bezogen: eine Fußgängerbrücke zwischen Protschenberg und Ortenburg. Die Verwaltung soll sich nach dem Bekenntnis mit der weiteren Umsetzung von vorbereitenden Maßnahmen zur Gestaltungsstudie „Neue Wege in die Stadt“ befassen. Mit dem Bekenntnis schaffen die Räte die nötigen Voraussetzungen, um weiterführende Vorarbeiten zur Aufstellung des Bebauungsplans für ein Brückenbauwerk und eine Bürgerwiese zu schaffen.

Ob das Vorhaben tatsächlich realisiert werden kann und soll, ist derzeit noch nicht vollends geklärt. In der Vergangenheit betonte die Stadtspitze immer wieder, die Bautzenerinnen und Bautzener in die Entscheidung einbeziehen zu wollen. Ein Bürgerbeteiligungsverfahren soll Klarheit darüber bringen, ob es Zuspruch für eine Fußgängerbrücke über die Spree gibt. „Bevor der im Mai zu wählende Stadtrat einen Grundsatz- und Baubeschluss fassen kann, sind noch verschiedene Fragen zu klären“, so Baubürgermeisterin Juliane Naumann. „Es stehen beispielsweise noch abschließende Gutachten zum Naturschutz, zur technischen Umsetzung und letztlich auch zur Finanzierung des Bauvorhabens aus“. Gerade zur Finanzierung äußerten Räte Bedenken. Zwar befürworten sie die Idee. Vor einem möglichen Grundsatzbeschluss zum Bau müsse aber abgewogen werden, ob die zu erwartenden Aufwendungen nicht unter Umständen an anderen Stellen besser angelegt wären.

Derweil werden notwendigen Vorarbeiten weiter vorangetrieben. So steht die Verwaltung im Austausch mit angrenzenden Privateigentümern und öffentlichen Einrichtungen. Weiterhin befassen sie sich mit dem Erwerb der wichtigsten Flurgrundstücke auf der Seite des Protschenberges. Im Rahmen der Vorarbeiten werden derzeit auch Fragen des Denkmal- und des Artenschutzes betrachtet. Ab der ersten Aprilwoche 2019 wird außerdem der Baugrund auf der Ortenburg und dem Protschenberg untersucht. Oberbürgermeister Alexander Ahrens hatte schon immer betont: „Erst wenn geklärt ist, dass eine Fußgängerbrücke an dieser Stelle überhaupt gebaut werden kann, beziehen wir die Bürgerinnen und Bürger der Stadt in die Entscheidung ein. Vorher macht das keinen Sinn“.

Mit der Gestaltungsstudie „Neue Wege in die Stadt“ hatten Studierende und Mitarbeiter am Institut für Städtebau und Regionalplanung der TU Dresden im August 2017 Möglichkeiten aufgezeigt, die Attraktivität der Bautzener Innenstadt weiter zu erhöhen. Die Gestaltungsstudie sieht den Bau einer Fußgängerbrücke vom Protschenberg zur Ortenburg, die Errichtung einer Bürgerwiese sowie die Erweiterung des Touristenparkplatzes an der Schliebenstraße vor.

Quelle: Pressestelle Bautzen

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