Steht der Wenzelsmarkt auf der Kippe?

Trotz der derzeitigen gültigen Corona-Schutzverordnung kommen aus Dresden seitens des Ministerpräsidenten Signale, die eine Absage aller Weihnachtsmärkte fordern. Faktisch wird seitens der Landesregierung eine Durchführung dieser traditionellen Märkte...

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Trotz der derzeitigen gültigen Corona-Schutzverordnung kommen aus Dresden seitens des Ministerpräsidenten Signale, die eine Absage aller Weihnachtsmärkte fordern. Faktisch wird seitens der Landesregierung eine Durchführung dieser traditionellen Märkte dieses Jahr nicht als realistisch gesehen. Die Belastung / Inzidenz / Bettenbelegung wird weiter steigen.Der 638. Bautzener Wenzelsmarkt hat derzeit ein genehmigtes Hygienekonzept nach der aktuell gültigen Corona-Schutz-Verordnung. Die Verordnung lässt Weihnachtsmärkte als traditionelle Brauchtümer zu und gibt Vorgaben zum Thema Hygieneschutz. Nach diesen Bedingungen hat die Stadt Bautzen den Wenzelsmarkt organisiert und die notwendigen und erforderlichen Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus getroffen. Aber gerade auch die angespannte Lage in den Krankenhäusern im gesamten Freistaat macht deutlich, dass die Entscheidungsebene beim Land gefragt ist. Schließlich gilt die Vorwarn- oder Überlastungsstufe auch für den gesamten Freistaat und nicht nur für die einzelnen Landkreise oder Kommunen.

Wie also weiter mit dem Bautzener Wenzelsmarkt, dem ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands?Fest steht bereits, dass der Start des diesjährigen Wenzelsmarktes um eine Woche verschoben werden muss. Aufgrund der unsicheren Lage und der fehlenden langfristigen Regelungen seitens des Bundes und des Landes, muss der Start des Weihnachtsmarktes vom 26. November 2021 auf den 3. Dezember 2021 verschoben werden. Die Stadt Bautzen erhofft sich bis dahin verbindliche Regelungen und Aussagen zur Durchführbarkeit von Weihnachtsmärkten von den politischen Entscheidungsträgern zu erhalten. Wichtig ist der Stadt dabei, die Händlern, die bereits durch die Pandemie schwer gebeutelt sind, nicht unnötig zu belasten. Ein Aufbau unter den derzeitigen Bedingungen und aufgrund der Aussagen des Ministerpräsidenten ist aber derzeit unzumutbar.

Die Stadt fordert in aller Klarheit und Deutlichkeit die Entscheidungsträger in Bund und Land dazu auf, jetzt verbindliche Regelungen zur Durchführbarkeit von Weihnachtsmärkten zu erlassen. Die Entscheidung kann und darf nicht auf die Kommunen abgewälzt werden. Ein entsprechendes Schreiben ist bereits an die Sächsische Staatskanzlei und das Sächsische Ministerium für Soziales durch die Stadt Bautzen ergangen.

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