Steinbock Stefan aus Stuttgart

Seit Oktober vergangenen Jahres lebt er bereits in Görlitz, der schwäbische Alpensteinbock Stefan. Die ersten Tage und Wochen waren nicht ganz leicht für ihn. Die Görlitzer Steinbockgruppe, zu...

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Seit Oktober vergangenen Jahres lebt er bereits in Görlitz, der schwäbische Alpensteinbock Stefan. Die ersten Tage und Wochen waren nicht ganz leicht für ihn. Die Görlitzer Steinbockgruppe, zu dem Zeitpunkt bestehend aus zwei erwachsenen Böcken, vier Geißen und drei Jungtieren, machten ihm das Leben nicht leicht. Besonders die Geißen attackierten ihn wiederholt, sodass er sich immer wieder verunsichert in eine Felshöhle zurückzog.

Eine Aufgabe für den Zootierarzt. „Per Blasrohr bekamen die zwei ranghöchsten Weibchen eine Dosis Beruhigungsmittel, die ihnen für einige Tage eine rosa Brille bescherte“, so Tierparkdirektor und Zootierarzt Dr. Sven Hammer. Die zwangsverordnete Egal-Einstellung der Geißen sorgte für die Wiederkehr des Selbstbewusstseins bei Stefan. Langsam traute er sich vermehrt aus der Höhle, fraß und interagierte friedlich mit seiner neuen Gruppe.

Die Einführung eines neuen potenziellen Zuchtbockes wurde notwendig, da die zwei Altböcke mit je 20 Jahren mittlerweile verstorben sind. Ein Görlitzer Nachwuchsbock verbleibt in der Gruppe. Der hat nun mit dem Stuttgarter Stefan einen ebenbürtigen Sparringspartner gefunden.

Auch mit Inkrafttreten der Änderungen des Infektionsschutzgesetzes darf sich der Tierpark über Besucher freuen. Nach wie vor ist dafür ein negatives Corona-Testergebnis erforderlich, welches nicht mehr als 24 Stunden alt sein darf. Um diese Schwelle möglichst niedrig zu halten, wurde eigens ein Testzentrum im Restaurant „Zum gebratenen Storch“ eingerichtet.

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