Wirtschaft im Landkreis Bautzen wächst

Wie das Statistische Landesamt mitteilte betrug 2018 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Landkreis Bautzen 8,0 Milliarden Euro und damit 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr...

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Wie das Statistische Landesamt mitteilte betrug 2018 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Landkreis Bautzen 8,0 Milliarden Euro und damit 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 1992 hat sich das BIP mehr als verdoppelt. Aktuell erwirtschaftete jeder Erwerbstätige mit Arbeitsort im Landkreis Bautzen 54 846 Euro BIP – 2,6 Prozent mehr als 2017 und 25 Prozent mehr als vor zehn Jahren.

Reichlich 124 Milliarden Euro Bruttoinlandsprodukt (BIP) wurden 2018 in Sachsen erwirtschaftet, 2,9 Prozent mehr als 2017 (in jeweiligen Preisen). Innerhalb des Freistaates lagen die Resultate zwischen einem Wachstum um 4,7 Prozent in der Stadt Dresden und 0,4 Prozent im Landkreis Meißen. Überdurchschnittlich war der Anstieg des BIP mit 3,7 Prozent auch im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, 3,6 Prozent im Vogtlandkreis und 3,5 Prozent in Nordsachsen. Wesentlich verhaltener stieg das BIP mit 0,7 Prozent dagegen im Landkreis Zwickau. Eine maßgebliche Ursache für ein hohes Wachstum einer Region waren überdurchschnittliche Zuwächse der Bruttowertschöpfung (BWS) im Produzierenden Gewerbe. Im Gegensatz dazu gab es hier sowohl im Landkreis Meißen, als auch in Zwickau im Vergleich zu 2017 Rückgänge. Innerhalb des Dienstleistungssektors kamen 2018 die deutlichsten Impulse aus dem Bereich Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit. Vergleicht man das BIP mit dem Stand vor zehn Jahren, so konnte die Stadt Leipzig mit einem Plus von 55 Prozent (in jeweiligen Preisen) den größten Zuwachs verbuchen. Am niedrigsten war der Anstieg seit 2008 im Landkreis Mittelsachsen mit reichlich elf Prozent (Sachsen: 33 Prozent). 2018 wurde in Sachsen ein BIP je Einwohner in Höhe von 30 487 Euro erreicht. Mit 40 524 Euro je Einwohner, was nahezu dem Deutschlandwert von 40 339 Euro entspricht, lag die Stadt Dresden an der Spitze der Kreise. Das geringste Pro-Kopf-BIP verzeichnete der Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 23 650 Euro, wobei zu beachten ist, dass nicht nur die Einwohner des jeweiligen Kreises, sondern auch die Einpendler an der Erwirtschaftung des Kreis-BIP beteiligt sind. Bezieht man das BIP auf die Erwerbstätigen am Arbeitsort, so reichte die Spanne von 66 541 Euro in der Stadt Dresden bis zu 52 503 Euro im Erzgebirgskreis (Sachsen: 60 360 Euro). Dabei repräsentierte die Spitzenposition in Sachsen knapp 90 Prozent des gesamtdeutschen Wertes von 74 561 Euro. Im Rahmen der Revision 2019 wurden alle Kreisergebnisse zu BIP und BWS neu ermittelt und vergleichbar zum aktuellen Gebietsstand ab 1992 publiziert.

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