Als am Samstag, 4. Januar 1896, um 19:30 Uhr die ersten Töne des historisch ersten Konzerts der Tschechischen Philharmonie erklangen, konnte kaum jemand ahnen, dass gerade die Geschichte jenes Orchesters beginnt, das zu einem der Symbole für die tschechische Kultur werden soll. Auf dem Podium im Prager Rudolfinum stand der größte tschechische Komponist aller Zeiten, Antonín Dvořák, und dirigierte ausschließlich seine eigenen Kompositionen. Das Publikum hörte die dritte Slawische Rhapsodie, in Weltpremiere die Biblischen Lieder sowie die Ouvertüre „Othello“ und abschließend die Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“.