Oberlausitz-Kliniken ziehen positive Bilanz für 2025

Die Oberlausitz-Kliniken (OLK) blicken trotz schwieriger gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Bei ihrem Jahrespressegespräch stellten der OLK-Gesellschafter und Landrat Udo Witschas sowie OLK-Geschäftsführer Jörg Scharfenberg...

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Die Oberlausitz-Kliniken (OLK) blicken trotz schwieriger gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Bei ihrem Jahrespressegespräch stellten der OLK-Gesellschafter und Landrat Udo Witschas sowie OLK-Geschäftsführer Jörg Scharfenberg die Ergebnisse des vergangenen Jahres sowie die Perspektiven für 2026 vor. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Umsetzung der Medizinstrategie 2030, mit der die Kliniken in Bautzen und Bischofswerda ihre medizinischen Angebote konsequent weiterentwickeln und die Versorgung in der Region langfristig sichern.

Stabil durch schwierige Zeiten

Während viele Krankenhäuser bundesweit unter Druck stehen, können die Oberlausitz-Kliniken die Patientenzahlen steigern. Gleichzeitig investierte das Unternehmen mehr als zwölf Millionen Euro in Infrastruktur, Medizintechnik und Digitalisierung – so viel wie noch nie zuvor in der Geschichte des kommunalen Klinikverbundes. Ein großer Teil der Investitionen floss unter anderem in neue Herzkatheterlabore, moderne Medizintechnik sowie in robotergestützte Operationsverfahren. Dadurch konnten neue medizinische Angebote aufgebaut und bestehende Leistungsbereiche weiterentwickelt werden. „Die wirtschaftliche Stabilität ermöglicht es uns, konsequent in die Zukunft der medizinischen Versorgung in der Oberlausitz zu investieren“, sagte Geschäftsführer Jörg Scharfenberg. „Gleichzeitig war es uns wichtig, auch unsere Mitarbeitenden an dieser Entwicklung teilhaben zu lassen.“ So konnten im Rahmen der Tarifentwicklung deutliche Gehaltssteigerungen vereinbart werden, die insgesamt eine Erhöhung von rund 8,5 Prozent innerhalb von 27 Monaten bedeuten.

Medizinstrategie 2030 zeigt Wirkung

Das Jahr 2025 stand ganz im Zeichen der Umsetzung der Medizinstrategie 2030, mit der die Oberlausitz-Kliniken ihr Leistungsangebot an den demografischen Wandel, neue medizinische Anforderungen und den Status als Schwerpunktversorger anpassen.

Zu den wichtigsten Meilensteinen gehörten unter anderem:

· der Ausbau der Kardiologie und die Inbetriebnahme neuer Herzkatheterlabore

· der Start des Oberlausitzer Brustzentrums

· die Einführung robotergestützter Operationen mit dem

OP-Roboter „da Vinci Xi“

· die Gewinnung neuer Chefärzte und medizinischer Teams

· sowie zahlreiche Fachsymposien und Veranstaltungen für Fachpublikum und Öffentlichkeit.

Auch bei der Nachwuchsgewinnung wurden wichtige Schritte erreicht: Mehr als 70 junge Menschen begannen 2025 eine Ausbildung innerhalb der Unternehmensgruppe.

2026: Fokus auf Bischofswerda

Nachdem der Schwerpunktversorger Bautzen in den vergangenen beiden Jahren gezielt weiterentwickelt wurde, rückt nun der Standort Bischofswerda stärker in den Mittelpunkt der strategischen

Überlegungen.

Geplant sind dort unter anderem:

· der Ausbau und die Weiterentwicklung bestehender medizinischer Leistungsbereiche

· eine mögliche Anschaffung eines OP-Roboters für die

Knie-Endoprothetik

· der Aufbau einer Geriatrie und Palliativstation

· die Weiterentwicklung der Zentralen Notaufnahme

· Aufbau einer Zentralküche

· Projektplanung für ambulantes Gesundheits- und

Operationszentrum

Darüber hinaus investieren die Oberlausitz-Kliniken weiter in Personalgewinnung und Ausbildung. So startet im September 2026 die Oberlausitzer Berufsfachschule für Gesundheitsberufe, an der perspektivisch bis zu 200 Schülerinnen und Schüler ausgebildet werden sollen.

Klare Strategie für die Region

Für die Geschäftsführung und auch den Gesellschafter, den Landkreis Bautzen, ist klar: Die Oberlausitz-Kliniken verfolgen einen langfristigen Plan.

„Ich freue mich sehr, dass wir in Bautzen konsequent umgesetzt haben, was wir uns innerhalb der Medizinstrategie vorgenommen haben. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt und entwickeln Bischofswerda gezielt weiter“, sagt Landrat Udo Witschas. „Unser Ziel ist maximale Versorgungssicherheit für die Menschen in der Region – und gleichzeitig langfristige Arbeitsplatzsicherheit für die Mitarbeitenden der OLK.“ Jörg Scharfenberg ergänzt: „Mit der Medizinstrategie 2030 sehen wir uns gut aufgestellt, um den Herausforderungen der Krankenhausreform und des Fachkräftemangels zu begegnen und die medizinische Versorgung in der Oberlausitz nachhaltig und langfristig auf höchstem Niveau zu sichern.“

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