Am 21. Mai beginnt das Festival Meeting Brno. Seine Veranstalter wollen wichtige gesellschaftliche Themen ansprechen und zur Verständigung beitragen. Eines der Ziele ist vor allem die Versöhnung sowie der Abbau von Vorurteilen zwischen den Tschechen und den Nachkommen von deutschen Bewohnern, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Tschechoslowakei vertrieben wurden. Die Veranstalter haben diesmal auch die Landsmannschaft nach Brünn eingeladen, um dort beim Sudetendeutschen Tag zusammenzutreffen. Die tschechische Regierungspartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) organisierte diese Woche in Brünn jedoch eine Demonstration gegen die Sudetendeutschen. Und die Festivalinitiatoren bekommen seit letzter Woche Drohbriefe. Martina Schneibergová traf auf der Konferenz „Vergangenheit verbindet“, die Mitte April in der Deutschen Botschaft in Prag stattfand, den Festivaldirektor Petr Kalousek und führte das folgende Interview.