Ab dem 22. März 1946 musste sich Karl Hermann Frank vor Gericht für seine Taten während der nationalsozialistischen Besatzung Böhmens und Mährens verantworten. Er war einer der einflussreichsten Vertreter Hitlers auf tschechischem Boden gewesen. Zunächst als Polizeichef und dann als Staatsminister im „Protektorat Böhmen und Mähren“ war er unter anderem verantwortlich für die Verfolgung von tschechischen Studierenden im Jahr 1939 sowie für die Massaker in Lidice und Ležáky.