Er war ein radikaler Freigeist des Dadaismus, ein Großstadtdandy und literarischer Provokateur. Mit seinem Manifest „Letzte Lockerung“ schuf er einen Meilenstein der literarischen Avantgarde: Walter Serner. Geboren im böhmischen Karlovy Vary / Karlsbad, zog es ihn später in viele Städte Europas – von Wien, Berlin und Zürich bis Paris und Barcelona. Nun ist der Kosmopolit symbolisch in seine letzte Heimat zurückgekehrt. Seit Mitte Juni erinnert ein Stolperstein in der Prager Straße V Kolkovně 5 an den Autor, der 1942 von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Zur feierlichen Verlegung hielt Nikolai Venn von der Internationalen Walter-Serner-Gesellschaft eine Ansprache.