Die deutsche Besatzung der Tschechoslowakei seit März 1939 löste einen rasanten Aufschwung der Prostitution aus, der rasch zu einer Welle von Geschlechtskrankheiten unter den Wehrmachtsoldaten führte. Um die Kampfkraft der Truppe zu sichern und rassenideologische Vorgaben durchzusetzen, reagierten die NS-Behörden mit strikter Regulierung. Neben der polizeilichen und medizinischen Überwachung der Frauen errichtete das Regime im Protektorat Böhmen und Mähren spezielle, streng kontrollierte Soldatenbordelle.