Nothilfe für den Bahnhof Seifhennersdorf

Für die Notsicherung der Dacheindeckung mit Zimmermannsarbeiten am Dachstuhl stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) aus ihrem Nothilfeprogramm 50.000 Euro bereit. Den dazugehörigen Fördervertrag überbringt bei einem Pressetermin...

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Für die Notsicherung der Dacheindeckung mit Zimmermannsarbeiten am Dachstuhl stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) aus ihrem Nothilfeprogramm 50.000 Euro bereit. Den dazugehörigen Fördervertrag überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Samstag, den 22. August 2026 um 16.00 Uhr Birgit Kaiser, Ortskuratorin Zittau der DSD, im Beisein von Bürgermeisterin Mandy Gubsch, an Thomas Oertner von Bürgerinitiative Bahnhof Seifhennersdorf e.V.

Das Bahnhofsgebäude stammt aus den 1870er Jahren und wurde 1910 mit einem Anbau versehen. Der Bahnhof Seifhennersdorf ist ein langestrecktes Gebäudeensemble an der Nebenstrecke Zittau-Seifhennersdorf-Eibau. Der Bahnhof war wirtschaftliches Drehkreuz von Personal und Waren und ein zentraler Treffpunkt im Ort mit Wohnungen, Bahntechnik, Gästezimmern und Gaststätte. In den Hochzeiten der Textilindustrie reisten hier täglich rund 4.000 Arbeiter an und ab. Noch bis in die 1990er Jahre bestand Zugverkehr in Richtung Zittau und in Richtung Eibau.

Nach der Wende wurde der Bahnhof an private Investoren verkauft, die weder Instandhaltungen vornahmen noch Verkehrssicherungspflichten nachkamen. In den 20 Jahren Leerstand nahm das Gebäude zunehmend Schaden aufgrund von Vandalismus. Im Sommer 2023 wurde dieser Schaden durch Brandstiftung im Mittelteil des Bahnhofes größer. Eine Notsicherung wurde nicht vorgenommen. So bestand zuletzt dringender Handlungsbedarf, um den endgültigen Verfall des Gebäudes noch zu verhindern.

Der Bahnhof Seifhennersdorf gehört nunmehr zu den jetzt über 880 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Sachsen fördern konnte.

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