Der Name Fritz Seemann dürfte nicht vielen ein Begriff sein. Er war nacheinander Komponist, Radio-Pionier und Journalist beim Prager Tagblatt. Als Deutschböhme jüdischen Glaubens geriet er in die Fänge der Nationalsozialisten und kam 1942 im KZ Flossenbürg ums Leben. Die frühere Radio-Prag-Redakteurin Annette Kraus hat sich mit dem Schicksal von Fritz Seemann beschäftigt und nun ein Buch über ihn herausgegeben. Im Mittelpunkt stehen rund 60 Briefe zwischen Seemann und seinem guten Freund Arthur Beer, der Astronom in Großbritannien war.